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Filmwoche(nende) geht zu Ende – Publikumspreise verliehen

Nach fünf Tagen und Nächten Filmwochenende zieht die Filminitiative eine erste Bilanz des 36. Internationalen Filmwochenendes Würzburg. Zuerst muss man feststellen, dass man dieses Jahr eher von einer Filmwoche reden müsste, als von einem Wochenende. Bereits Dienstag abend kam es im Rahmen des Festivals zu einer Sonderveranstaltung in der Posthalle. Über 400 Besucher sahen hier den Film “Universalove” mit dem live gespielten “Soundtrack” der österreichischen Indie-Rock-Band Naked Lunch. Was die Veranstalter besonders freut, ist der geglückte Umzug vom Corso-Kino ins Cinemaxx, das bereits mehrere Jahre als Nebenspielort zur Verfügung stand. Durch den Wegfall des letzten Würzburger Programmkinos befürchtete man vor Festivalbeginn noch einen Besucherschwund. Doch auch in diesem Punkt kann die Filminitiative um Hauptorganisator Hannes Tietze einigermaßen beruhigt in die Zukunft schauen. Zur Preisverleihung gestern abend gab Tietze bekannt, dass bis zu diesem Zeitpunkt (einige Filme standen noch aus) bereits 12.000 Besucher das Internationale Filmwochenende besucht hatten. Durch den Wegfall eines Kinosaals im Vergleich zum letzten Jahr (13.000 Besucher) ein sehr erfreuliches Ergebnis.

Weiter gaben die Organisatoren bekannt, dass es derzeit so aussieht, als ob man am Ende wohl auch bei der Finanzierung und damit dem wichtigsten Punkt in Sachen Zukunftsplanung, bei etwas Gewinn rauskommt. Ebenfalls bedeutend für die Zukunft ist die geglückte Zusammenarbeit zwischen Cinemaxx, Bockshorn und den Veranstaltern. So kam bei vielen Zuschauern auch im großen Kino-Center “Festival-Atmosphäre” auf.

“Insgesamt lässt sich auf ein gelungenes Filmwochenende zurückblicken und feststellen, dass die beste Ausgangsbasis für eine 37. Auflage des etablierten Filmfestesgeschaffen wurde”, so Tietze am Ende seiner Rede.

Als kleines Schmankerl ließ er noch durchblicken, dass man auch von sehr erfolgreichen Nebenveranstaltungen sprechen kann. Bestes Beispiel hierfür war die Party am Samstag abend. Hier wurde teilweise so viel gefeiert, dass ein Gast wichtige Termine absagen musste, da er seinen Flieger nicht mehr erreichen konnte. Wie später bei der Preisvergabe bekannt wurde, hatte Regisseur Dome Karukoski aufgrund der ausgelassenen Feierei sein Flugzeug zurück in die finnische Heimat verpasst, wo er am Sonntag eigentlich den “Finnischen Filmpreis” hätte entgegen nehmen sollen. Aber vielleicht dachte sich der Preisträger einfach, dass man ab und zu auch mal Prioritäten setzen muss. ;)

Nachdem Mitorganisatorin Susanne Bauer sich bei den zahlreichen Sponsoren, Austragungsstätten und vielen freiwilligen Helfern bedankt hatte, übergab sie das Wort an Rudi Siebeneichler, der die Preise des Schaufensterwettbewerbs vergeben durfte. Der dieses Jahr zum ersten Mal ausgetragene Wettbewerb fand bereits im Voraus des Festivals statt und forderte zahlreiche Geschäftsinhaber der Innenstadt dazu auf, möglichst ansprechende Werbung für das Filmwochenende zu machen. Den ersten Platz erlangte hier das Spielzeuggeschäft “Die Murmel”. Gefolgt vom ebenfalls in der Augustinerstraße ansässigen “Hutladen” und dem Buchladen “Neuer Weg” in der Sanderau.

Im Anschluss wurden die Sieger der verschiedenen Kategorien gekürt. In Würzburg gibt es hier eine Besonderheit, die die Filmemacher besonders stolz macht, denn jeder Preis wird einzig und allein vom Publikum bestimmt.

Der Preis (150 €) für den besten Film in der Kategorie “Nacht der Selbstgedrehten” ging dieses Jahr an die Produktion “Spannende Welt der Kommunikation” aus dem Röntgen-Gymnasium Würzburg. In der Kategorie “Kinder und Jugendfilmpreis” räumte der lettische Film “Mazie Laupitaji – Die kleinen Bankräuber” von Armands Zvirbulis das Preisgeld in Höhe von 1500 € ab.

Der Kurzfilmpreis in Höhe von 750 € ging in diesem Jahr an den schwedischen Regisseur Joen Windahl, der mit seiner Produktion “Tennis är Livet – Life is Tennis” für Begeisterung im Publikum sorgte. Platz Zwei (500 €) ging an Hüseyin Tabak mit seinem Film “Cheeese…”. Den mit 250 € dotierten dritten Platz belegte Steffen Schäfflers “Screen Test”.

Bei der Vergabe des Dokumentarfilmpreises ging es richtig zur Sache. Nachdem Alessandro Negrini den dritten Platz für seine nordirische Produktion “Paradiso” entgegengenommen hatte, unterschieden sich die beiden weiteren Gewinnerfilme um nur eine Hundertstelstelle in der Note. Daraufhin entschied man sich, den auf 1500 € dotierten ersten Platz zweimal zu vergeben und das Preisgeld mit jeweils 1250 € an die Gewinner zu überweisen. “Sponsor Distelhäuser wusste zwar noch nichts von seinem Glück”, scherzte Hannes Tietze, “aber bis jetzt waren die Leute von Distelhäuser immer sehr kooperativ. Und zur Not zahlt man den Aufpreis selbst.” So ging der erste Platz an die beiden Filme “Pianomania” von Lilian Franck und Robert Cibis und “Geburt” von Erich Langjahr und Silvia Haselbeck. Sabine Panossian, die im Film “Pianomania” die Co-Regie führte, nahm den Preis in Vertretung für Lilian Franck und Robert Cibis entegegen. Erich Langjahr, der bereits als langjähriger Gast beim Filmwochenende bekannt ist, nahm den Preis gemeinsam mit seiner Familie entgegen.

Der Spielfilmpreis in Höhe von 2500 € (bereitgestellt von der VR-Bank und Union Investment) ging beim 36. Internationalen Filmwochenende Würzburg an die türkische Produktion “Mommo – Kiz Kardesim” von Atalay Tasdiken. Auf Platz zwei landete Dome Karukoskis “Kielletty Hedelmä – Forbidden Fruit”, der sich wohl gerade zu diesem Zeitpunkt auf dem Weg nach Finnland befand, gefolgt von der US amerikanischen Produktion des Regisseurs Scott Sanders “Black Dynamite”. Der Gewinnerfilm, der als Abschluss des Filmwochenendes noch einmal gezeigt wurde, erzählt die Geschichte von einem neunjährigen Jungen, der für seine kleine Schwester nicht nur der große Bruder, sondern gleichzeitig auch Vater und Mutter ist. Einer der Hauptdarsteller, der im Film den bösen Vater, der seine Kinder abschiebt, spielt nahm gestern Abend den bedeutenden Preis entgegen. Er bedankte sich beim Regisseur und vor allem dem Publikum, die dem Film diesen Erfolg ermöglicht habe. Er habe schon viele Festivals erlebt, aber was die Zuschauer angeht, muss er zugeben, dass es ihm nirgends besser als in Würzburg gefallen habe. Und er war schon auf Filmfesten in London, Berlin oder Nürnberg. Gleichzeitig entschuldigte er sich bei den Kindern auf der ganzen Welt, dass sie so etwas heutzutage noch erleben müssen. Ihm fiel die Rolle sehr schwer, da er bevor er mit diesem Film in das Filmgeschäft eingestiegen ist über 19 Jahre als Leiter eines eigenen Kindertheaters den Kindern eine Freude gemacht hat und jetzt auf einmal die Rolle des bösen Mannes annehmen sollte.

Zum Abschluss ergriff Hannes Tietze noch einmal das Mikrofon und bedankte sich beim Publikum für ihre Anwesenheit und fügte hinzu: “Hoffentlich sehen wir uns im nächsten Jahr wieder!”

Wie sich das österreichische Bundesheer den Nachwuchs vergrault

Gut gemeint, aber schlecht umgesetzt, ist der aktuelle Werbespot für das österreichische Bundesheer. Ob man so gegen einen Rückgang der Wehrdienstwilligen ankommen kann, ist schwer fraglich. Das ein solch lächerlicher Spot auch mal nach hinten losgehen kann, ist dem Auftraggeber wohl nicht bewusst.

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Filmkritik “À l´origine” von Xavier Giannoli


Kaum ein Franzose kennt ihn nicht. Die Rede ist von Xavier Giannoli’s Film “À l´origine“. Dass es sein Film über die Autobahn (im doppelten Sinne) bis nach Würzburg geschafft hat, freut den Regisseur jetzt umso mehr.

Kurzinhalt

Die augenzwinkernde Komödie dreht sich um einen kleinen Gauner, der eine ganze Region in eine phantastische Baugeschichte zieht, indem er sich als Bauleiter ausgibt und sich für die Arbeiten die notwendigen Hilfsmittel und –kräfte besorgt. Sein Lügenkonstrukt funktioniert recht gut, bis er an eine Frau gerät, die die Bürgermeisterin eines kleinen Ortes ist, durch welchen die Autobahn führen soll. Denn als Gefühle ins Spiel kommen, zweifelt der Betrüger an seinem Lügenkonstrukt. Doch mittlerweile arbeiten bereits mehr als zehn Personen für ihn. Die bittersüße Komödie erzählt von Selbstausbeutung und blinder Hoffnung auf ‚die da oben’…

Regisseur

Xavier Giannoli wurde 1972 in Frankreich geboren. Als Regisseur und Drehbuchautor dreht Giannoli seit 1993 Filme. Sein Film “À l´origine” erlangte in Frankreich Kultstatus. Die Komödie schaffte es sogar bis auf das weltberühmte Filmfestival in Cannes.


Trailer

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Kritik

Eine unterhaltsame Komödie, die mit ihrer wahnsinnigen Komik auf einer wahren Begebenheit beruht. Als er vor einigen Jahren in einer Zeitung von diesem seltsamen Vorfall gelesen hatte, machte ers sich an Recherchieren. Während seiner Untersuchungen traf der Regisseur sowohl auf den verurteilenden Richter, als auch den echten Gauner, der zurzeit im Gefängnis sitzt. Auch traf er während seiner Nachforschungen fast alle Beteiligten. Und genau diese ausführliche Recherche spiegelt sich im Film jederzeit wieder. Trotz der teils unglaubwürdigen, weil so verrückten Story, kommt der Film jederzeit glaubwürdig rüber und sorgt für viel Schmunzeln im Publikum. Eigentlich müsste man dem Übeltäter fast schon Dank aussprechen, dass er mit seiner verrückten Idee eine Autobahn mitten auf ein Feld bauen zu lassen, die Produktion eines solch tollen Films ermöglicht hat. Die Tatsache, dass sich der Film auf Französisch abspielt und lediglich englische Untertitel beinhaltet, ändert nichts an der Klasse. Fazit: Was in Cannes gefeiert wird, hat auch in Würzburg gute Chancen auf einen Wettbewerbserfolg. Urkomisch und mitreißend!

Bewertung

4 von 5 Sternen

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Die Bildrechte liegen bei Europacorp © 2010

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Filmkritik “Bergfest” von Florian Eichinger


Der bereits mehrfach ausgezeichnete Spielfilm “Bergfest” von Florian Eichinger fand auf seinem Weg durch die zahlreichen internationalen Filmfeste auch seinen Weg nach Würzburg.

Kurzinhalt

Das junge Paar Hannes und Ann freut sich auf ein Wochenende in der Berghütte von Hannes’ Familie. “Zufällig” treffen sie dort auf seinen Vater und dessen neue Freundin Lavinia, die jünger ist als Ann. Nach jahrelangem Beziehungsbruch zwischen Vater und Sohn scheint die anfängliche Harmonie und die offensichtliche Veränderung des Vaters beide wieder einander anzunähern. Auch scheint nach anfänglichen Auseinandersetzungen die Chemie zwischen den Frauen zu stimmen und man bleibt. Mit liebevollem Forscherdrang versucht Ann, hinter die Oberfläche der Psychospiele zwischen dem alternden Bühnenregisseur und seinem ihm entfremdeten Sohn, einem Schauspieler, zu dringen, denn sie hofft, in dem Vater-Sohn-Verhältnis könnte auch der Schlüssel für ihre eigenen Beziehungsprobleme mit Hannes zu finden sein. Als auf Drängen von Lavinia die Verlobung von Hannes und Ann ganz nach Theaterfamilienart in einer betrunkenen Improvisationsszene gefeiert wird, eskaliert die Situation.
Der Regisseur und Autor Florian Eichinger zeigt die Eiseskälte der Schneelandschaft und entwirft damit ein Bild für die gefühlsarme Beziehung der beiden Protagonisten.

Regisseur

Florian Eichinger wurde 1971 in Ludwigsburg geboren. Er lebte in Bonn, am Tegernsee und bis heute in Hamburg. In den frühen 90ern arbeitete er als TV-Redakteur und drehte Kurzfilme und Musikvideos, darunter das Video zu Udo Lindenbergs Song “Ich schwöre”. Seit 1998 schrieb er diverse Drehbücher und “studierte” 3 Jahre lang in einer Videothek – eine Zeit, die er als entbehrungsreiche, aber an wichtigen Erfahrungen reiche Zeit betrachtet. “Bergfest” ist sein Langspielfilm-Debüt, produziert ohne öffentliche Fördergelder von der kleinen, unabhängigen BERGFILM GbR, gedreht mit einem Mikrobudget von 50.000 hart verdienten Euros an 10 halsbrecherischen Drehtagen.


Trailer

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Kritik

Regisseur Florian Eichinger erzählt mit seinem Film „Bergfest“ die Geschichte von einem Vater und seinem verlorenen Sohn. Mit nur einem Drehort und lediglich vier Schauspielern entstand eine Produktion, die rein über die Geschichte der Beteiligten an den Zuschauer gelangt. Was anfangs nach großem Heimatkino aussieht, lässt Freunde der Bergwelt am Ende eher ernüchternd zurückblicken. Man hätte sicherlich mehr aus dem Drehort auf dem Wallberg am Tegernsee herausholen können. Was überzeugt ist über lange Zeit die Geschichte, die sich mitreißend und spannend verhält. Auch die Auflösung zwischen dem Vater-und-Sohn-Konflikt scheint schlüssig, bis immer mehr Informationen auftauchen. Eine kurzzeitige Affäre zwischen Sohn und Freundin des Vaters bringt zwar Spannung rein, aber bleibt bis zum Ende rätselhaft. Großes Gedankenkino, das nach einer kompletten Auflösung sucht. Fazit: Beeindruckende Geschichte, aber trotz des Drehorts noch Luft nach oben.

Bewertung

3 von 5 Sternen

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Die Bildrechte liegen bei BERGFEST FILM GbR © 2010

Filmicons by DryIcons

iPad – vollwertiger Tablet-PC oder doch nur ein aufgeblasenes iPhone?

Vor drei Tagen wurde in San Francisco Apples neueste Wunderwaffe vorgestellt. Glaubt man Steve Jobs, dann ist Apple mit dem iPad ein weiterer Meilenstein gelungen. Es soll die Vorzüge eines Tablet-PCs mit denen eines iPhones und eines Kindle vereinen. Ob sich dieses neue Multifunktions-Medium durchsetzen kann, bleibt abzuwarten, die Vorzeichen jedoch stehen zumindest nicht schlecht.

Die wohl wichtigste Frage für eine erfolgreiche Zukunft wird sein: „Was kann das iPad eigentlich?

Bild: Apple

Deshalb haben wir uns einmal hingesetzt und ein paar Fakten zu Apples neuer Wunderwaffe zusammengeschrieben:

-          Es hat ein 10 Zoll Multitouch-Display, mit einer augenscheinlich sehr guten Bildqualität. Sogar HD-Qualität soll möglich sein.

-          Die Bedienung und Handhabung soll der des Iphone’s gleichen und damit kinderleicht sein Auch in der Konstruktion und dem Design fällt sofort die Ähnlichkeit zum iPhone auf. Alles ist hier eben einen Tick größer.

-          Die Eingabe von Buchstaben und Zeichen erfolgt über eine digitale Tastatur, ebenfalls wie beim iPhone.

-          Apps, Spiele und Anwendungen dürfen natürlich auch nicht fehlen

-          Betrachtet man nun Funktionen, die das iPhone nicht kann, stößt man auf ein Feature, das dem Kindle sehr nahe kommt. So ist es mit dem iPad möglich, sich digitale Bücher (eBooks) und Zeitungen anzusehen.

-          Bedenkt man, dass das iPad bis zu 10h Akkulaufzeit haben soll, so ist es wirklich kein Problem über einen längeren Zeitraum Zeitung zu lesen oder irgendwelche Anwendungen auszuführen.

Das klingt alles echt super, aber schaut man etwas genauer hin und hat schon Erfahrungen mit einem Tablet-PC oder einem Tablet-Convertible gesammelt, dann stellt man sich doch noch ein paar Fragen, wie etwa…

-          Bei allen bisherigen Tablets gab es immer einen Stift zur Bedienung. Wie ist es auf dem iPad möglich handschriftliche Eingaben oder Notizen zu machen?

-          Eine digitale Tastatur hat definitiv seine Vorteile, aber wie komfortabel kann man damit schreiben, vor allem längere Eingaben? – Hier hat Apple allerdings bereits vorgesorgt und eine passende Kombination aus iPad-Halterung und Tastatur angedeutet.

-          Hält der Akku wirklich 10h? – Wird eine solch hohe Akkulaufzeit wirklich realisiert, dann steckt das iPad in dieser Größendimension wohl alles Vergleichbare in den Schatten.

-          Mit einem Preis von etwa 500$ ist es trotz der Leistung als ein eher günstiges Apple-Produkt einzustufen.

Jetzt stellt sich nur noch eine Frage: Viele, die heute bereits ein iPhone besitzen denken über den Kauf eines iPads noch. Doch lohnt es sich überhaupt, das neue große iPhone, ääh iPad, zu holen?

Es ist nicht alles Gold was glänzt, aber mit dem iPad scheint Apple ein ums andere Mal wieder den Nerv der Zeit getroffen zu haben. Man kann nun wirklich gespannt sein, wie sich das iPad auf dem Markt etabliert und wohl durchsetzt. Bis dato: Good Job, Mr. Jobs!

Filmkritik “Kleine Fische” von Marco Antoniazzi

Der bereits im letzten Jahr auf der Diagonale in Wien überzeugende Film “Kleine Fische” von Marco Antoniazzi begeisterte auch in Würzburg als Eröffnungfilm die Gäste.

Kurzinhalt

Der Film “Kleine Fische” erzählt die Geschichte von den zwei grundverschiedenen Brüdern Martin und Kurt, die sich zum Begräbnis ihres Vaters nach langer Zeit wieder einmal sehen. Der eine ein zurückhaltender Nesthocker, der andere ein rebellischer Ausreißer, der die Familie bereits mit 13 Jahren verlassen hat. Beim Streit um den kleinen Fischladen des Vaters geraten die beiden immer wieder aneinander. Nesthocker Martin will das Geschäft zu einem modernen, ökologisch bedachten Unternehmen umformen. Außerdem engagiert er sich in der Globalisierungskritik – nicht zuletzt, um damit der Studentin Karin zu imponieren. Sein Bruder Kurt hingegen findet an den Weltverbesserungsideen wenig Interesse, umso mehr aber an Karin. So ist die Beziehung der Brüder anfangs von Misstrauen und Enttäuschung geprägt, bis sie allmählich merken, dass sie so verschieden nicht sind und einander durchaus ergänzen. Doch als sie endlich die komplizierten Familienkonflikte hinter sich lassen und glauben, ein gemeinsames Ziel gefunden zu haben, ist es zu spät. Jeder von ihnen muss sich erst von der Altlast des väterlichen Erbes befreien, um einen selbst bestimmten Neuanfang antreten zu können.

Regisseur

Marco Antoniazzi wurde 1972 in Bozen geboren. Er studierte an der Zelig-Schule für Fernsehen und Film in Bozen und besuchte die Universität für Musik und darstellende Kunst, Abt. Film und Fernsehen (Regie), in Wien. Antoniazzi arbeitete als Kameraassistent und Cutter, sowie als Tonmann im Dokumentarfilmbereich. Für das Fernsehen hat er diverse dokumentarische Arbeiten geschaffen. “Kleine Fische” ist sein erster abendfüllender Spielfim.


Marco Antoniazzi bei der Eröffnungsveranstaltung im Bockshorn

Trailer

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Kritik

Marco Antoniazzi schafft mit seinem Film eine realistische Brücke zwischen Realität und Unterhaltungsfilm. Aber dabei entsteht kein Comedyprogramm, das den Film prägt und auf plumpen Witzen aufgebaut ist. Vielmehr fühlt man sich mit den Schauspielern verbunden. Wenn es ihnen schlecht geht, doch auch wenn sie lachen, fühlt man mit ihnen. Durch die schnell enstehende Verbindung der Zuschauers zum Film, entdeckt man viele Paralellen zur eigenen Welt. Was viele Hollywood-Regisseure nie erreichen, gelingt Antoniazzi bereits in seinem ersten Abend-Spielfilm. Fazit: Wirklich sehenswert! Für mich ein ganz heißer Kandidat auf den diesjährigen Publikumspreis.

Bewertung

5 von 5 Sternen

Spieltermine
Internationales Filmwochenende Würzburg

Freitag – 29.01.2010 um 21:15 Uhr im Bockshorn
Samstag – 30.01.2010 um 17:30 Uhr im Cinemaxx Saal 1

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Die Bildrechte liegen bei Poool Filmverleih © 2010

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Zahlreiche Gäste feiern offiziellen Start des Filmwochenendes im Bockshorn

Nachdem bereits am Dienstag über 400 Besucher das 36. Internationale Filmwochenende Würzburg mit einer äußerst gelungenen und erfolgreichen Auftaktveranstaltung in der Posthalle eingeläutet hatten, kam es gestern im Kabarett Bockshorn zur offiziellen Eröffnungsfeier. Für 19 Uhr hatte die Filminitiative Würzburg zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und vor allem Film zum Sektempfang geladen. Neben bekannten Gesichtern der Stadt, wie der zweiten Oberbürgermeisterin Marion Schäfer, Kulturreferent Muchtar Al Ghusain und Landrat Eberhard Nuß, durften auch die eingefleischten Filmfans zu Beginn des Filmwochenendes nicht fehlen. Vor etwa 250 angereisten Gästen trat nach etwa einer Stunde Smalltalk im Foyer Hauptorganisator Hannes Tietze mit dem Mikrofon vor das Publikum und eröffnete das diesjährige Filmfestival.

Tietze, dem neben der Anspannung, vor allem die Vorfreude über das anstehende Filmwochenende ins Gesicht geschrieben war, gab den Zuhörern einen kurzen Einblick hinter die Kulissen der Organisation um die gesamte Veranstaltung. So findet die erste Besprechung bereits etwa fünf bis sechs Monate vor Beginn des Festivals statt und wenn es dann auf die letzten Wochen zugeht, befindet man sich so sehr im Stress, das man diesen erst zu Beginn der Veranstaltung langsam ablegen kann. “Wenn man dann aber sieht, was man geschaffen hat und wie in diesem Jahr einen Regisseur wie Rudolf Thome mit seinen Filmen vorstellen darf, weiß man wofür all die Arbeit war.”

Um auf die veränderte Situation mit dem Spielorten des Festivals zu sprechen zu kommen, erläuterte Tietze, dass die Schließung des Corso-Kinos am Ende des vergangenen Jahres für viele traurige Gesichter gesorgt hat, aber dennoch akzeptiert werden muss. Die Filminitative hat sich immer für das Corso eingesetzt und bedankt sich für all die schönen Jahre dort. Er fügte hinzu: “Über Wunder darf man staunen und sich freuen, aber man darf nicht mit ihnen rechnen”. Hiermit spielte er auf die unsichere Zukunft des etablierten Festivals an, und bedankte sich bei allen Besuchern für ihr stets großes Interesse und die Unterstützung und das dies in Zukunft weiter so bleibt. Mit den Worten “Hoffentlich werden die nächsten Jahre auch so gut laufen” bekam er regen Zuspruch und Beifall vom Publikum.

Da Würzburgs Oberbürgermeister Georg Rosenthal derzeit auf Berlinbesuch ist und um die Landesgartenschau 2018 in Würzburg kämpft, richtete sich seine Vertreterin Marion Schäfer an die Menge. Sie sprach von einer hohen Bedeutung des Festivals für die Stadt Würzburg, was sich auch mit dem Interesse der zahlreichen Anwesenden aus dem Stadtrat widerspiegle. “Wir wollen, dass nach dem 36. auch noch ein 37. stattfindet. Wo das stattfindet, kann heute niemand sagen, aber man kann heute schon sehen, dass trotz der schwierigen Situation eine gute Lösung gefunden wurde. Und das stimmt optimistisch für die Zukunft.”, so Frau Schäfer. Ob es nach der Schließung des Corso-Kinos wieder ein Programmkino in Würzburg geben wird, steht derzeit auch noch in den Sternen. Aber derzeit engagiert sich die Filminitiative für die Idee eines Programmkinos und sammelt Unterschriften. Zum Schluss ihrer Rede verwies Schäfer das Publikum auf die folgenden fünf tollen Tage und Nächte in Würzburg.

Bevor es dann endlich zum langersehnten Eröffnungsfilm kam, richtete sich Julie Barthel aus der Filminitiative mit wenigen Worten noch einmal an die Menge und stellte den Südtiroler Regisseur Marco Antoniazzi vor. Sein Film “Kleine Fische” wurde für dieses Jahr als Eröffnungsfilm ausgewählt. Nach einer kurzen Stand-Up-Einlage des Österreichers starrten alle Besucher dann nur noch gespannt auf die Leinwand…

Das Internationale Filmwochenende 2010 in Würzburg ist hiermit eröffnet.